Prüfkopf zur Erzeugung von realistischen Atem-Strömungsfeldern für die gesichtsabhängige Analyse der Leckage-Ströme von Schutzmasken
Sensoren, Geräte und Komponenten
Ref.-Nr.: 0705-6385-BC
Fig. 1: Infrarot Thermographie-Aufnahme bei Beginn (links) und Ende (rechts) der Exhalation; eine Atem-schutzmaske ist angebracht auf einer Gesichtsnachbildung einer natürlichen Person und angeschlossen an den erfindungsgemäßen Prüfkopf mit Atemsimulation via Atemmaschine.
In Fig. 1 sind zwei Ausschnitte der Videoaufnahme einer Wärmebildkamera abgebildet. Die linke Aufnahme stellt den Beginn eines Exhalationsvorgangs dar und die rechte Aufnahme stellt das Ende eines Exhalationsvorgangs dar. Es ist zu erkennen, dass sich rosa bis hell-orange Abküh-lungszonen, überwiegend entlang der Konturen der Atemschutzmaske, ausbilden. Infrarot-Thermographie ist nur eine (von vielen) Möglichkeiten die externen Leckage-Ströme zu visualisie-ren und damit realistische Prüfungen von Atemschutzmasken durchzuführen.
Die Testung wird realistisch, insb. durch die Implementierung eines zweiten Luftkanals, d.h. eines Nasenkanals, einer Zunge, eines beweglichen Unterkiefers und eines naturgetreu nachgebildeten Mund-Rachen-Raumes. Dadurch stellt sich beim Einatmen und insb. beim Ausatmen ein naturgetreues Strömungsfeld im Bereich der künstlichen Nase ein. Zusätzlich ist der gesamte Rachenraum dem eines Menschen nachgebildet, wodurch ein realistischeres Strömungsprofil (wieder insb. beim Ausatmen) im Bereich des künstlichen Mundes entsteht.
Fig. 2: Schnitt durch den erfindungsgemäßen Prüfkopf [2] mit realistisch geformtem Luftkanalsystem im Inneren (links) und Abbildung eines herkömmlichen Sheffield-Kopfs [1] mit rohrähnlichem Luftkanal (rechts)
In Fig. 2 wird der nach derzeitiger DIN EN 149 zu verwendende Sheffield-Kopf (rechts) einem Schnitt durch den erfindungsgemäßen Prüfkopf gegenübergestellt. Die Unterschiede insb. hin-sichtlich zusätzlichem Nasenkanal bzw. -kanälen und des realistisch nachgebildeten Mund- und Rachenraumes werden deutlich. Diese ziehen folgende Vorteile nach sich:
Vorteile
- Erzeugung realistischer Strömungsprofile im Maskenraum und realistischer Leckage-Strömungen an der Maskenberandung, insb. bei Exhalation
- Unkomplizierte Anpassbarkeit von Gesichtskonturen durch austauschbare Gesichtsform
- Automatisierbarkeit von Atemschutzmasken-Prüfungen mit verschiedenen Strömungsein-stellungen, bspw. reine Nasenatmung.
Anwendung
Prüfung von Atemmasken
Patent Information
DE 10 2022 129 990
PDF Download
- Ref.-No.: 0705-6385-BC (1,5 MiB)
Kontaktperson
Senior Patent- & Lizenzmanager
Dr. Bernd Ctortecka, M. Phil.
Diplom-Physiker
+49 163 88 999 05
ctortecka@max-planck-innovation.de
