Das neue Max-Planck-Validierungsprogramm "Prove2Move" fördert Innovationen


Die Max-Planck-Gesellschaft investiert jährlich vier Millionen Euro, um vielversprechende Technologien aus der Forschung zur Anwendung zu bringen

Mit einem jährlichen Budget von vier Millionen Euro und einem dedizierten Team aus spezialisierten Projekt- und Programmmanagern und -managerinnen stärkt Prove2Move den Technologietransfer innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft.​ © Adobe Stock; MPG

Wissenschaftliche Durchbrüche entstehen in der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) häufig in einem frühen, noch nicht unmittelbar verwertbaren Entwicklungsstadium. Damit aus solchen Ergebnissen innovative Produkte und industrielle Anwendungen entstehen können, ist häufig ein entscheidender Zwischenschritt nötig: die Validierung. Technologische Risiken müssen reduziert, Anwendungsszenarien geprüft, Schutzrechte geschärft und Marktannahmen belastbarer gemacht werden. Genau an dieser Stelle setzt Prove2Move an. Das Programm stellt jährlich vier Millionen Euro bereit, damit Max-Planck-Forschende Forschungsergebnisse mit hohem Transferpotenzial weiterentwickeln und eine Grundlage für Verwertungsentscheidungen schaffen können, sei es über Lizenzierung, industrielle Kooperation oder eine spätere Ausgründung.

Auf den Punkt gebracht:

  • Frühe Unterstützung: Prove2Move unterstützt Forschende in einer frühen technologischen Phase, in der private Mittel oft nicht verfügbar sind.
  • Höhere Chancen mit Prove2Move: Validierte Projekte haben bessere Chancen auf erfolgreiche Ausgründungen, Lizenzierungen oder Kooperationen.
  • Von der Forschung in die Anwendung: Das Programm fokussiert auf die Entwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen hin zu marktrelevanten Technologien.

„Gerade die Validierungsphase ist vielen Lizenznehmern und Investoren zu risikobehaftet“, sagt Bram Wijlands, Geschäftsführer der Max-Planck-Innovation GmbH. Sie ist eine hundertprozentige Tochter der Max-Planck-Gesellschaft und verantwortlich für den Technologietransfer. „Mit Prove2Move können wir Forschende in einer sehr frühen technologischen Phase unterstützen, und zwar genau dort, wo externe Programme oder private Mittel oft noch nicht greifen. Validierte Projekte haben anschließend deutlich bessere Chancen, erfolgreich Start-ups zu gründen oder in Lizenzierungen und weiterführende Programme überführt zu werden.“  Im Mittelpunkt des neuen Validierungsprogramms steht also nicht die Fortsetzung von Grundlagenforschung, sondern ein konkreter Entwicklungsschritt von der wissenschaftlichen Erkenntnis hin zu technischer Anwendungsfähigkeit und marktrelevanter Verwertung.

„Mit Prove2Move erweitert die Max-Planck-Gesellschaft ihr Angebot für anwendungsrelevante Innovationen“, sagt Max-Planck-Präsident Patrick Cramer. „Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben häufig hervorragende Ideen. Prove2Move hilft dabei, diese Ideen schneller und strukturierter in Richtung Anwendung weiterzuentwickeln. Das beschleunigt den Transfer von Forschung in die Praxis.“

Bewerben können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an einem Max-Planck-Institut beschäftigt sind und marktrelevante Ergebnisse oder Methoden aus ihrer Forschung validieren möchten. Die Auswahl erfolgt durch ein Expertengremium innerhalb der Max-Planck-Innovation GmbH in einem kompetitiven Verfahren. Erfolgreiche Teams können sich während der Projektlaufzeit über eine enge Betreuung durch die Prove2Move-Projektmanagerinnen und -manager freuen.


Kontakt

Leitung Validierungs-Programm

Dr. Masin Abo-Rady

Molekularbiologe, M.Sc.

+49 171 656 9145
abo-rady@max-planck-innovation.de

Projektmanagerin Validierungs-Programm

Dr. Tanja Becke

Biotechnologin, M.Sc.

+49 0160 9502 1824
becke@max-planck-innovation.de

Projektmanager Validierungs-Programm

Dr. Arne Gehlen

Diplom-Chemiker

+49 0160 9448 2763
gehlen@max-planck-innovation.de