Das EPA unterzeichnet eine Absichtserklärung mit CNRS Innovation und Max-Planck-Innovation


Nutzung der EPA-Instrumente zur Stärkung des europäischen Technologietransfer-Netzwerks

© Olivier Le Moal/Adobe Stock

Das Europäische Patentamt (EPA) hat eine Absichtserklärung mit CNRS Innovation, der Technologietransferstelle des französischen Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS), und Max-Planck-Innovation GmbH, der Technologietransferorganisation der Max-Planck-Gesellschaft in Deutschland, unterzeichnet. Die Vereinbarung spiegelt das gemeinsame Engagement wider, das europäische Innovationsökosystem durch eine verbesserte Nutzung von Daten, Analysewerkzeugen und Fachwissen im Bereich des Managements geistigen Eigentums zu stärken.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit bei der Erfassung, Bewertung und Vermarktung von geistigem Eigentum (IP) zu verbessern. Durch die fundierte Unterstützung bei Entscheidungen zum Technologietransfer und die Hilfe für Forscher, den Markt effektiver zu erschließen, werden im Rahmen dieser Zusammenarbeit auch die Schlussfolgerungen der jüngsten Studie der EPA-Beobachtungsstelle zu Technologietransferstellen in die Praxis umgesetzt.

Die Vereinbarung stärkt die Zusammenarbeit mit zwei der führenden öffentlichen Forschungseinrichtungen (PROs) Europas. Im Jahr 2025 reichten das CNRS und die Max-Planck-Gesellschaft beim EPA 729 bzw. 153 Patentanmeldungen ein, von denen viele in Zusammenarbeit mit Partnern aus den europäischen Innovationsökosystemen entstanden sind*. Zusammen machen sie fast 10 % aller im Deep Tech Finder des EPA gelisteten Deep-Tech-Spin-offs aus.

Nutzung der EPA-Tools zur Förderung von Innovation

Im Rahmen der Absichtserklärung werden die Partner Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Bereichen wie der Erfassung und Bewertung von IP-Portfolios, der Technologiebewertung sowie der Steigerung der Sichtbarkeit forschungsbasierter Innovationen eruieren. Die Zusammenarbeit wird auf mehreren Tools und Diensten des EPA aufbauen, darunter dem Data Desk, dem Deep Tech Finder und dem in Kürze erscheinenden Technology Evaluation Compass. Diese Tools können europäischen Forschungs- und Technologieorganisationen dabei helfen, ihre Innovationsressourcen besser zu verstehen, zu bewerten und zu präsentieren.

Durch die enge Zusammenarbeit mit diesen führenden Technologietransferorganisationen möchte das EPA das Bewusstsein für seine Tools in der Technologietransfer-Community weiter fördern und deren Nutzung vorantreiben, wertvolles Feedback von den Nutzern sammeln und zur Entwicklung effektiverer Lösungen für die Gemeinschaft der Technologietransferstellen in ganz Europa beitragen.

Erfahren Sie mehr über die Technologietransferlandschaft in Europa
Eine neue Studie, die von der EPA-Beobachtungsstelle in Zusammenarbeit mit der Association of European Science and Technology Transfer Professionals (ASTP), dem europäischen Verband für Wissenstransfer, und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) veröffentlicht wurde, liefert die bislang umfassendste Bewertung darüber, inwieweit Europa dafür gerüstet ist, den Weg von der Forschung zum Markt zu erleichtern. Die Ergebnisse unterstreichen sowohl die Notwendigkeit weiterer Investitionen in die Technologietransferkapazitäten als auch das Potenzial für Institutionen und Länder, Fachwissen, Informationen, Instrumente und Netzwerke auszutauschen.

Weitere Informationen

Lesen Sie die vollständige Studie Europe’s technology transfer landscape
Deep Tech Finder
EPA Data Desk
EPA-Beobachtungsstelle für Patente und Technologie

* Alle Patentanmeldungen, unabhängig davon, ob als erstgenannter Anmelder oder als Mitanmelder. Diese Gesamtzahlen bieten einen umfassenderen Überblick als herkömmliche EPA-Statistiken, in denen eine Patentanmeldung in der Regel ausschließlich dem erstgenannten Anmelder zugerechnet wird.


Über das Europäische Patentamt (EPA)

Das Europäische Patentamt (EPA) ist eine der weltweit führenden Institutionen im Bereich des Patentschutzes. Als zentrale Anlaufstelle für europäische Patentanmeldungen prüft und erteilt es Patente nach einheitlichen Standards. Mit hochwertigen Patenten und effizienten Dienstleistungen fördert das EPA Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum in Europa. Ziel ist es, den Schutz geistigen Eigentums zu stärken und damit zu einer innovativen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Gesellschaft beizutragen.
Weitere Informationen: www.epo.org


Über das CNRS

Das Centre national de la recherche scientifique (CNRS) ist die größte staatliche Forschungsorganisation Frankreichs und zählt zu den führenden Forschungseinrichtungen Europas. Als öffentliche Einrichtung unter der Aufsicht des französischen Forschungsministeriums betreibt das CNRS sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung in nahezu allen wissenschaftlichen Disziplinen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, Innovationen voranzutreiben und einen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten.
Weitere Informationen: www.cnrs.fr

Über Max-Planck-Innovation

Als Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft ist Max-Planck-Innovation das Bindeglied zwischen Industrie und Grundlagenforschung. Mit unserem interdisziplinären Team beraten und unterstützen wir die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max-Planck-Institute bei der Bewertung von Erfindungen, der Anmeldung von Patenten sowie der Gründung von Unternehmen. Der Industrie bieten wir einen zentralen Zugang zu den Innovationen der Max-Planck-Institute. Damit erfüllen wir eine wichtige Aufgabe: Den Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung in wirtschaftlich und gesellschaftlich nützliche Produkte.
Weitere Informationen: www.max-planck-innovation.de

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Ulrike Gottschalk

Diplom-Volkswirtin

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