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Markus Berninger

Diplom-Kaufmann, geprüfter Grafik-Designer

Telefon: 089 / 29 09 19-30
E-Mail:
berninger@max-planck-innovation.de


Bis ein einziger wirksamer Arzneistoff gefunden ist, müssen manchmal hunderttausende Wirkstoffe in großen vollautomatisierten Experimenten getestet werden. Die meisten davon funktionieren nicht wie gewünscht oder sind sogar toxisch. Seit der Entwicklung der induzierten pluripotenten Stammzelltechnologie (iPS-Zell-Technologie) im Jahre 2006 können Forschende Stammzellen aus Hautbiopsien oder Blutproben herstellen. Um im Labor möglichst physiologische Bedingungen zu erhalten, erzeugen viele Forscher mit der iPS-Zell-Technologie dreidimensionale organähnliche Gewebe-Aggregate (Organoide). Nun ist es einem Wissenschaftlerteam am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster gelungen, mit menschlichen Zellen völlig automatisiert Mittelhirn-Organoide herzustellen, die im Hochdurchsatzverfahren erzeugt, kultiviert und im Detail analysiert werden können. Die Technologietransfer-Gesellschaft Max-Planck-Innovation hat dieses Verfahren nun an das amerikanische Biotech-Unternehmen StemoniX lizenziert.


Die von SCIENION patentierte Technologie mit den Namen sciDROP PICO ist eine berührungslose Dosiertechnologie für das Microarray-Spotting (Auftropfen), die die Abgabe einer flüssigen Probe von 10 pL bis 800 pL pro Tropfen ermöglicht. © Scienion

Das schwedische Bioprinting-Unternehmen Cellink hat die Scienion AG, eine Ausgründung des Berliner Max-Planck-Institutes (MPI) für Molekulare Genetik, erworben. Der Kaufpreis betrug 80 Mio. Euro. Durch den Verkauf seiner Anteile erhält die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) nun einen signifikanten Erlös. Cellink will durch die Übernahme das zukünftige Wachstum in industrielle und klinische Anwendungen vorantreiben.


Das Proteasom ist ein Hohlzylinder, bestehend aus 28 Untereinheiten, die hier im Bändermodel farbig dargestellt sind. Im Inneren des Moleküls befinden sich die aktiven Zentren als Bindungsstellen für verschiedene Inhibitoren (weiss). Das Proteasom baut nicht mehr benötigte Proteine ab und spielt daher eine wichtige Rolle in der Zellregulation. Neuartige Proteasom-Inhibitoren mit einzigartigen Bindungseigenschaften sollen die Basis für neue Therapien zur Behandlung von Krebs-, Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen schaffen. Illustration: Robert Huber © MPI für Biochemie

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und der südkoreanische Arzneimittel-Entwickler Qurient haben in enger Kooperation mit weiteren Partnern die QLi5 Therapeutics GmbH gegründet. Die Partner sind die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Nobelpreisträger Prof. Huber, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Biochemie. Die in Dortmund ansässige QLi5 Therapeutics hat neue Proteasom-Inhibitoren vom LDC und seinen Partnern lizenziert, um sie in die präklinische und klinische Prüfung voranzubringen und für die Behandlung von Krebs-, Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen zu entwickeln.


® RFBSIP/Adobe Stock

Das Biotech-Unternehmen Qurient Co. Ltd. hat von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) eine Genehmigung für sein neues Prüfpräparat Q702 erhalten. Die Technologie für die oral verfügbare immuno-onkologisch therapeutische niedermolekulare Verbindung, die auf verschiedene Tyrosinkinasen abzielt, stammt ursprünglich vom Max-Planck-Institut für Biochemie. Qurient plant, eine klinische Phase-1-Studie bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren einzuleiten, bei denen Standardtherapien derzeit nicht wirksam sind.


Die Arbeitsgruppe von Christoph Rademacher (rechts) am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. © MPI f. Kolloid- und Grenzflächenforschung

Das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam und der Technologietransfer-Fond KHAN-I entwickeln gemeinsam mit dem Lead Discovery Center in Dortmund ein Impfverfahren gegen SARS-CoV2. Die Forscherinnen und Forscher hoffen, in den kommenden Jahren über den gezielten Impfstofftransport über die Haut Immunität und Schutz gegen das Virus aufbauen zu können.


AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) ist eine Kombination von Symptomen, die durch eine Infektion mit HIV (Humaner Immundefizienz-Virus) und die damit verbundene Zerstörung des Immunsystems auftreten.Erkrankte leiden z.B. an lebensbedrohlichen Infektionen und Tumoren. ® nobeastsofierce/Adobe Stock

Mit einer neuen Gen- und Zellmethode wollen Hamburger Forscherinnen und Forscher HIV-Patientinnen und Patienten künftig besser therapieren. Unter dem Dach des Hamburger Biotech-Start-ups Provirex entwickeln sie einen neuen Therapieansatz, der durch eine sogenannte Genschere den Bauplan des AIDS-Erregers HIV aus dem Erbgut der infizierten Zelle herausschneidet und das Virus eliminiert. Erstmals könnte es so gelingen das Virus zu entfernen statt es in Schach zu halten, wie bei bisherigen Behandlungsformen üblich. Das Start-up wird die weitere Entwicklung der Brec1-Technologie vorantreiben, besonders unter Berücksichtigung vereinfachter und direkter Verabreichungsformen. Eine Max-Planck-Technologie hat zur Grundlage für die HIV-Genschere beigetragen.


Bild: GIVLAARI™ (Givosiran) Produkt und Verpackung (Foto: Business Wire)

Pro Jahr evaluiert Max-Planck-Innovation durchschnittlich 120 Erfindungen, von denen etwa die Hälfte zu einer Patentanmeldung führt. Seit 1979 wurden ca 4.450 Erfindungen begleitet und rund 2.680 Verwertungsverträge abgeschlossen. Seit Anfang der 90er-Jahre sind 156 Firmenausgründungen aus der MPG hervorgegangen, von denen die weit überwiegende Mehrzahl von Max-Planck-Innovation aktiv betreut wurde. In diesen Ausgründungen wurden seitdem über 6.000 Arbeitsplätze geschaffen. Seit 1979 hat MI ein Gesamtumsatz aus Lizenzerlösen und Beteiligungsverkäufen von rund 490 Mio. Euro erzielt.


Neutrophile Granulozyten am MPI für Infektionsbiologie
Wissenschaftler am MPI für Infektionsbiologie entdeckten einen zuvor unbekannten Mechanismus: Neutrophile Granulozyten, Abwehrzellen des menschlichen Immunsystems, können eine Art Netz auswerfen, mit dem sie Bakterien fangen und außerhalb der Zelle abtöten. In den gelben Netzen verfangen sich die roten Eindringlinge - hier Shigella-Bakterien (© Volker Brinkmann/MPI für Infektionsbiologie)

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC), die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und Max-Planck-Innovation (MI) teilen mit, dass Quench Bio Inc., Cambridge/USA, eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von $50 Millionen abgeschlossen hat. Lead Investor ist RA Capital Management (RA Capital). Außerdem beteiligten sich Abbvie Ventures und die bisherigen Investoren Atlas Venture (Atlas) und Arix Bioscience plc (Arix). LDC, MPG/MI, Atlas und Arix hatten das Unternehmen 2018 gegründet.


Bakterien des abgeschwächten Tuberkulose-Impfstammes (BCG) im Inneren eines Makrophagen, einer Fresszelle des Immunsystems. Quelle: MPI für Infektionsbiologie - CF Microscopy / Volker Brinkmann

Das Immunsystem des Menschen kann nicht nur Krankheitserreger erkennen und beseitigen, sondern auch Krebszellen. Deshalb können Behandlungen mit abgeschwächten Krankheitserregern dem Immunsystem beim Kampf gegen Krebs helfen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin haben den Tuberkulose-Impfstoff BCG genetisch so verändert, dass er das Abwehrsystem gezielter stimuliert. Dadurch schützt der neue Impfstoff deutlich besser vor Tuberkulose. Nun hat sich in einer klinischen Studie mit Blasenkrebspatienten gezeigt, dass bei fast der Hälfte der Patienten, die zuvor nicht auf die BCG-Therapie ansprachen, eine Therapie mit VPM1002 ein Wiederauftreten der Tumore erfolgreich verhindern kann. Die Ergebnisse könnten zur vorzeitigen Zulassung des Medikaments in der Blasenkrebstherapie führen, damit möglichst viele Patienten schnell davon profitieren können.


® fotoliaxrender / Adobe Stock

Tacalyx, ein Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung neuartiger Anti-TACA-Krebstherapien („Tumor Associated Carbohydrate Antigens“) konzentriert, gab heute bekannt, dass es eine Finanzierungsrunde in Höhe von 7 Mio. EUR erfolgreich abgeschlossen hat. An der Kapitalerhöhung ist ein Konsortium führender europäischer Investoren aus den Bereichen Biowissenschaften und Technologie beteiligt, das gemeinsam von Boehringer Ingelheim Venture Fund und Kurma Partners angeführt wird und an dem sich Idinvest Partners, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), coparion und Creathor Ventures ebenfalls beteiligen.


© Gorodenkoff / Adobe Stock

Die Khanu Management GmbH (Khanu) gibt den erfolgreichen Start der KHAN Technology Transfer Fund I GmbH & Co KG (KHAN-I) mit Sitz in Dortmund bekannt. Khanu ist ein Fonds-Managementteam, das sich auf Drug Discovery Projekte fokussiert.


® Simone van der Koelen

Modag entwickelt Wirkstoffe für Parkinson- und Multisystem-Atrophie-Patienten weiter. Im Gehirn von Patienten mit Parkinson oder Multisystem-Atrophie lagert sich zu Beginn der Erkrankung das Protein Alpha-Synuclein ab. Diese sogenannten Oligomere wirken auf Nervenzellen besonders giftig. Das Unternehmen Modag hat jetzt mit einem neuen Patent für neue chemisch modifizierte Wirkstoffkandidaten eine weitere exklusive Lizenz mit Max-Planck-Innovation vereinbart, der Technologietransfereinrichtung der Max-Planck-Gesellschaft. Das Unternehmen testet den Wirkstoff anle138b für die Behandlung von Multisystem-Atrophie und Parkinson. Auf Grundlage der neu einlizensierten Technologie kann Modag Verbindungen der nächsten Generation mit zusätzlichen pharmakologischen Eigenschaften entwickeln, die alternative Dosierungsschemata und Darreichungsformen ermöglichen und die verschiedene Patientengruppen und Erkrankungen spezifisch ansprechen. Diese Substanzen sind von Forschern des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen in Zusammenarbeit der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt worden.


Analytische Fleißarbeit: In Probengläschen abgefüllt, werden potenzielle Wirkstoffkandidaten aufwendigen Tests unterzogen (© LDC)

Das Zentrum für die Entwicklung neuer medizinischer Wirkstoffe (LDC) in Dortmund feiert sein zehnjähriges Bestehen. 2008 hob die Max-Planck-Gesellschaft in Dortmund das Lead Discovery Center (LDC) aus der Taufe. Das heute eigenständige Unternehmen greift Forschungsergebnisse aus der Grundlagenforschung auf und entwickelt daraus Wirkstoffe, die dann von Lizenz- oder Kooperationspartnern in klinischen Studien auf ihre Eignung als Medikamente getestet werden können. Die Bilanz zehn Jahre nach der Gründung kann sich sehen lassen: Eines seiner Forschungsprojekte hat den Sprung in die Klinik geschafft und wird derzeit in einer Phase-1b-Studie getestet, zwei weitere stehen kurz davor. Insgesamt hat das LDC 23 Patentanträge gestellt und Lizenzen zur Erforschung von 15 weiteren Substanzen an Kooperationspartner vergeben. Anlässlich des Jubiläums findet am 28. November im LDC ein Festakt statt.


In der Krebstherapie können Viren zu ungeahnten Helfern werden, denn sie sind in der Lage, Krebszellen besonders gut zu infizieren und diese dabei hocheffizient zu zerstören. Themis Bioscience wird nun die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung neuer Krebstherapien auf der Grundlage einer onkolytischen Masernvirus-Plattform vorantreiben (© guerrieroale – Fotolia)

Das Biotech-Unternehmen Themis Bioscience gab heute den Abschluss einer Lizenzvereinbarung mit der Max-Planck-Innovation GmbH, der Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft, bekannt. Damit erhält das Unternehmen die weltweit exklusive Lizenz zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Therapien auf der Grundlage einer onkolytischen Masernvirus-Plattform, die von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und dem Max-Planck-Institut für Biochemie gemeinsam entwickelt wurde.


RNAi-Medikament zur Behandlung der Polyneuropathie bei erblicher Transthyretin-vermittelter Amyloidose bei Erwachsenen (© Alnylam)

Alnylam gibt allererste FDA-Zulassung eines RNAi-Therapeutikums – ONPATTRO™ (Patisiran) – zur Behandlung der Polyneuropathie bei hereditärer Transthyretin-vermittelter Amyloidose bei Erwachsenen bekannt. Alnylam Pharmaceuticals, Inc., das führende Unternehmen im Bereich RNAi-Therapeutika, gab bekannt, das die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA das RNA-Interferenz (RNAi)-Therapeutikum ONPATTRO™ (Patisiran), eine Lipidkomplexinjektion, als erstes Medikament seiner Art überhaupt zur Behandlung der Polyneuropathie bei hereditärer Transthyretin-vermittelter Amyloidose (hATTR) bei Erwachsenen zugelassen hat. Bei ONPATTRO handelt es sich um die erste und einzige von der FDA zugelassene Behandlung für diese Indikation. Die Therapie gründet unter anderem auf von der Max-Planck-Gesellschaft patentierten Forschungsergebnissen, die Alnylam von der Technologietransferorganisation Max-Planck-Innovation exklusiv in Lizenz zur Verfügung gestellt wurden. Neben einer Polyneuropathie kann hATTR-Amyloidose weitere erhebliche Beeinträchtigungen zur Folge haben, zum Beispiel eine Verschlechterung des Gehvermögens, die dazu führen kann, dass der Patient nicht mehr eigenständig laufen kann, eine Verminderung der Lebensqualität und eine Störung der Herzfunktion. In der größten kontrollierten Studie zu hATTR-Amyloidose zeigte sich, dass ONPATTRO eine Verbesserung der Polyneuropathie, mit signifikantem Nutzen in Bezug auf die neurologischen Aspekte der Erkrankung bei dem Großteil der Patienten, eine Verbesserung bei der Gesamtlebensqualität (gemäß einem Messverfahren), eine Verringerung autonomer Symptome und eine bessere Bewältigung von Alltagsaktivitäten bewirkt.


Ultradünne Goldfasern mit einer Dicke von unter 10 µm, die mit Hilfe der Mikro-Metallfaser-Technologie hergestellt wurden (© BinNova Metal Fiber Technology GmbH)

Das Unternehmen BinNova Metal Fiber Technology GmbH hat eine Technologie des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung lizenziert, die es ermöglicht Mikro-Metallfasern herzustellen, die extrem fein und gleichzeitig extrem robust sind. Nach der erfolgreichen Entwicklung des Forschungskonzeptes und einer Forschungsanlage durch das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung wird das Unternehmen nun beginnen eine Produktionsanlage aufzubauen und den Vertrieb der innovativen Metallfasern und -vliese in Kürze zu starten.


Silibinin ist ein pflanzlicher Wirkstoff aus dem Samen der Mariendistel (© Curtis Clark – Wikipedia)

Das pharmazeutische Unternehmen IBI (Istituto Biochimico Italiano Giovanni Lorenzini SpA) hat von Max-Planck-Innovation eine Lizenz für die Verwendung von Silibinin zur Behandlung von Morbus Cushing erhalten. Basierend auf Forschungsergebnissen des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie will IBI nun eine nicht-invasive Behandlungsstrategie entwickeln, die künftig herkömmliche Verfahren wie Hirn-Operationen ersetzen soll. IBI plant eine präklinische Studie und reicht einen Orphan Drug Zulassungsantrag für seltene Erkrankungen ein.


© science photo - Fotolia

Grünenthal, die Lead Discovery Center GmbH (LDC), Max-Planck-Innovation und das Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin (MPI-EM) starten eine Forschungskollaboration zur Entwicklung neuer Therapien für Patienten mit Charcot-Marie-Tooth 1A (CMT1A), einer angeborenen neurologischen Erkrankung. Bei dieser Kollaboration werden die Fachkenntnisse des MPI-EM auf dem Gebiet CMT1A, die Expertise des LDC bei der Entdeckung neuer Wirkstoffe und Grünenthal´s Kompetenz bei der Arzneimittelforschung und -entwicklung sowie im Schmerzmanagement gebündelt. Die wissenschaftlichen Grundlagen des Projekts wurden von Michael Sereda, Klaus-Armin Nave und Moritz Rossner am MPI-EM gelegt.


Dass Untersuchungen im Magnetresonanz-Tomografen heute vergleichsweise schnell vonstattengehen, ist Jens Frahm und seinen Mitarbeitern zu verdanken (© Frank Vinken)

Das Europäische Patentamt (EPA) würdigt den Göttinger Physiker Jens Frahm vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie mit dem Europäischen Erfinderpreis für seine bahnbrechenden Weiterentwicklungen in der Magnetresonanztomografie (MRT). In zwei Schritten ist es ihm und seinem Team gelungen, die MRT um das bis zu 10.000-fache zu beschleunigen und diese Technologie in der klinischen Praxis zu etablieren.


Rost verursacht jedes Jahr weltweit Kosten in Milliardenhöhe © Kevin Clark

Die Firma ENVIRAL® Oberflächenveredelung GmbH hat eine Korrosionsschutz-Technologie vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung einlizenziert, die auf neuesten Ergebnissen in der Nanotechnologie beruht. Die neuen Smart Pigments für die Verwendung in Korrosionsschutzbeschichtungen besitzen „selbstheilende“ Eigenschaften und erhöhen die Schutzeffizienz der Beschichtungen bei gleichzeitig verbesserter Umweltverträglichkeit. Basis hierfür sind Mikro- und Nanobehälter, die mit organischen Korrosionsschutzmitteln gefüllt und mit einer Polyelektrolythülle verkapselt sind. Die winzigen Behälter können Lacken als Additive beigegeben werden ohne die mechanischen Eigenschaften der Antikorrosionsbeschichtung zu schwächen. Durch die lokalen pH-Wert-Änderungen im Falle einer einsetzenden Korrosion quillt die Polyelektrolythülle auf und die korrosionsinhibierenden Wirkstoffe treten aus den winzigen Behältern aus, um die Korrosionsreaktion gezielt im Ansatz zu unterbinden.


Das MacroDSF-Analysegerät von ProteoPlex für Strukturuntersuchungen makromolekularer Komplexe. © ProteoPlex

ProteoPlex hat eine Technologie des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen exklusiv lizenziert und mit MacroDSF ein Analysegerät auf den Markt gebracht, das Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen und pharmazeutischen Dienstleistern (CROs) bei strukturbiologischen Fragestellungen helfen kann. Darüber hinaus erhält ProteoPlex einen exklusiven Zugang zu weiteren Technologien, darunter ein neuartiges Verfahren zur Aufreinigung von Proteinen sowie einem Algorithmus zur Ermittlung optimaler Stabilitätsparameter für makromolekulare Proteine.


Das Unternehmen Ambiverse hat eine intelligente Softwarelösung für die automatische und akkurate Erkennung und Auflösung von mehrdeutigen Wörtern und Phrasen in Texten entwickelt. © Headwayio

Das Unternehmen Ambiverse hat eine Software entwickelt, die auf Forschungen am Max-Planck-Institut für Informatik beruht und große Textmengen verstehen und analysieren kann. Wörter mit mehreren Bedeutungen können so eindeutig interpretiert werden. Dies eröffnet Unternehmen den Zugang zu mehr relevanten Informationen im Internet und besseren Zugriff auf Informationen in eigenen Datenbeständen.


Die Technologie von Aircloak ermöglicht es, Daten von Nutzern und Kunden datenschutzkonform auszuwerten, da keine Rückschlüsse auf einzelne Personen gezogen werden können. © Charles Deluvio

Aircloak, führender Anbieter auf dem Feld der Privacy Enhancing Technologies, erhält ein 1,1 Millionen Euro Investment von Speedinvest und Constantia New Business, gemeinsam mit bestehenden Gesellschaftern Max-Planck-Innovation und Elephant & Castle Capital. Die Lösung „Aircloak Insights“, welche Firmen weltweit DSGVO / GDPR Compliance mit nur einem Klick erlaubt, wurde durch die französische Datenschutzaufsicht CNIL unabhängig von Art der Daten und Anwendungsfall für unbedenklich erklärt. Aircloak wurde 2014 gegründet und basiert auf Forschung im Datenschutz, die am Max-Planck-Institut für Softwaresysteme betrieben wurde.


Der CAN-Q ist eine vielseitig einsetzbare Analyseplattform mit neuem Readout, der auf elektrischen Zelleigenschaften beruht (CAN-Spectroscopy). © Venneos

Der Venture-Capital-Geber BORN2GROW beteiligt sich an der Stuttgarter Venneos GmbH, einer Ausgründung der Max-Planck-Gesellschaft, in der aktuellen Serie-A-Finanzierungsrunde. Das Start-up entwickelt und vermarktet erfolgreich den CAN-Q, ein Siliziumchip-basiertes Imaging System für die Analyse biologischer Zellen.


Das von uns an Fluxpharm lizenzierte neue Verfahren kann die Produktionskosten von Medikamenten um 25 Prozent und mehr senken. © Freestocks

Die Firma Fluxpharm hat eine Lizenz für ein chemisches Verfahren des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam erworben. Mit Hilfe der Durchflusschemie -Technologie können die Forscher am Institut verschiedene Standard-Wirkstoffe wesentlich effizienter und kostengünstiger als mit herkömmlichen Methoden produzieren. Fluxpharm will die Technologie nun weiterentwickeln und kommerziell verfügbar machen. So wird auf Basis der Entwicklung in Zukunft u.a. die Produktion des pharmazeutischen HIV-Wirkstoffes Efavirenz vorangetrieben und Medikamente für mehr Menschen in armen Ländern bereitgestellt werden. Entsprechende Verhandlungen mit arzneimittelproduzierenden Unternehmen sind bereits weit vorangeschritten.


© Lead Discovery Center GmbH

Das Pharmaunternehmen Daiichi Sankyo, die Max-Planck-Innovation GmbH und die Lead Discovery Center GmbH haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit erhält Daiichi Sankyo die Option, exklusive Rechte an einer neuen Leitstruktur zur Behandlung von Krebs zu erwerben, die am Lead Discovery Center entwickelt wird.


Multiresistente Keime stellen die Medizin vor große Herausforderungen. terraplasma medical entwickelt ein Produkt zur Behandlung von chronischen und akuten Wunden mit kaltem Plasma (© Wikimedia: Eric Erbe, Christopher Pooley)

Das Münchner Medizintechnikunternehmen terraplasma medical GmbH hat seine erste Finanzierungsrunde (Seed) erfolgreich abgeschlossen. Mit dem eingeworbenen Geld, ein mittlerer siebenstelliger Euro-Betrag, soll nun die Entwicklung und Marktzulassung des plasma care vorangetrieben werden. Dieses mobile, akkubetriebene Medizinprodukt für die stationäre und ambulante Behandlung von chronischen und akuten Wunden mit kaltem Plasma, das sogar Pilze und multi-resistente Bakterien abtötet, basiert auf Forschungsergebnissen des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik.


Bei der Herzinsuffizienz ist das Herz nicht in der Lage die vom Körper benötigte Blutmenge ohne Druckanstieg in den Herzvorhöfen zu fördern. © Rawpixwl

Cardior Pharmaceuticals, ein junges deutsches Biotechnologie Unternehmen, das auf dem Gebiet von RNA-basierten Therapeutika für Patienten mit Herzerkrankungen tätig ist, gibt heute den erfolgreichen Abschluss seiner ersten Finanzierungsrunde (Serie A) mit einer Gesamtsumme von €15 Mio. bekannt. Cardior ist Vorreiter bei der Entwicklung von RNA-basierten Technologien und bei der Revolutionierung innovativer neuer Strategien zur Verhinderung und Behandlung von Herzinsuffizienz. Die Basistechnologie basiert insbesondere auf Forschungsarbeiten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), unter anderem in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.


Dank eines neuen Algorithmus passt Apollo seine Bewegungen laufend an die aktuellen Erfordernisse an. © Max-Planck-Institut für intelligente Systeme/ N. Ratliff

Die Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft hat mit dem US-amerikanischen Start-up Lula Robotics eine Vereinbarung über die Nutzung einer Technologie für „kontinuierliche Bewegungsoptimierung und -steuerung“ abgeschlossen. Grundlage dieser Übereinkunft ist eine Technik vom Max-Planck-Institut für intelligente Systeme in Tübingen. Lula Robotics entwickelt Roboter, die sich in komplexen Umgebungen unabhängig bewegen können. Ziel ist es dabei, künstliche Helfer zu entwickeln, die Menschen zukünftig im Alltag unterstützen können.


© Ascenion

Am 22. Und 23. Mai stellt Max-Planck-Innovation zwei erfolgversprechende Erfindungen auf der Technologiemesse BioVaria in München vor. So wird eine neue Therapie auf Basis adulter Stammzellen präsentiert, die regeneratives Haut- sowie neues und nachhaltiges Haarwachstum ermöglicht. Eine neuartige, nichtinvasive Lungenkrebs-Diagnose erlaubt die frühzeitige und schonende Erkennung der Krankheit mit Hilfe eines Atemtests. Die Technologie-Transfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft sucht auf der Messe nach industriellen Partnern, die die patentierten Technologien zur Marktreife weiterentwickeln.


Das iST Kit von PreOmics beschleunigt die Vorbereitung von Proben für die Massenspektrometrie. © PreOmics

Das Start-up Unternehmen PreOmics GmbH lizenziert von Max-Planck-Innovation mehrere Technologien des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried zur Probenvorbereitung für die Proteomforschung. Vor allem mit Hilfe eines neuartigen Probenvorbereitungs-Kits können Wissenschaftler die Massenspektrometrie künftig leichter für die Erforschung von Proteinen verwenden. Dies könnte in Zukunft neue Möglichkeiten für die Medikamentenentwicklung und die Diagnostik eröffnen.


Bild: Dank der von Prof. Jens Frahm erfundenen FLASH-Technologie ist die Magnetresonanz-Tomografie heute das bedeutendste bildgebende Verfahren in der klinischen Diagnostik und weltweit im Einsatz. Mit FLASH 2 sind sogar Echtzeit-MRT-Filme vom schlagenden

Der Physiker Jens Frahm, Leiter der Biomedizinischen NMR Forschungs GmbH am Göttinger Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie, ist in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen worden. Mit der Aufnahme würdigt das manager magazin den Forscher für seine bahnbrechenden Weiterentwicklungen der Magnetresonanz-Tomografie (MRT). Dank der von ihm erfundenen FLASH-Technologie ist die MRT heute das bedeutendste bildgebende Verfahren in der klinischen Diagnostik und weltweit im Einsatz. Eine erst vor Kurzem von Frahm entwickelte Erweiterung ermöglicht inzwischen sogar Echtzeit-Filme aus dem Inneren des Körpers und wird gegenwärtig für die Nutzung in der Klinik erprobt.


Tom Monroe (rechts), Geschäftsführer von Vaxxilon, mit Stefan von Holtzbrink, Vorsitzender der Jury, bei der Preisverleihung "Science Start-up of the year 2016“ © Falling Walls Venture

Unter dem Motto "Brücken bauen, Grenzen überwinden" stellten am 8. November auf dem Wissenschaftswettbewerb Falling Walls Venture in Berlin 23 Start-Up Unternehmen ihre Forschungsprojekte vor. Das von Max-Planck-Innovation nominierte Unternehmen Vaxxilon ging als Gewinner hervor und wurde für die Entwicklung eines Kohlenhydrat-basierten Wirkstoffs als "Science Start-up of the year 2016" ausgezeichnet. Der neue Wirkstoff soll Impfungen gegen bakterielle Infektionen in Zukunft billiger machen und so auch den Zugang zu Impfstoffen in ärmeren Ländern verbessern.


© whitehoune - Fotolia.com

Mit lichtempfindlichen Channelrhodopsin-Proteinen können Wissenschaftler auf völlig neue Weise erforschen, wie die Kandidaten für ein neues Medikament auf kritische Funktionen von Herz- und Nervenzellen wirken. Die von Max-Planck Wissenschaftlern entdeckten Proteine werden dabei in Versuchszellen eingebracht und mit einem Gerät der Firma Photoswitch Biosciences dazu genutzt, die Funktion anderer Ionenkanäle zu steuern. Die Überwachung winziger Spannungsänderungen in der Zelle erlaubt es den Wissenschaftlern, chemische Substanzdatenbanken nach neuen Wirkstoffen zu durchsuchen oder abzuschätzen, wie sicher neue Medikamente für den Einsatz am Menschen sind.


Abbildung 1: Protected STED-Mikroskopie ermöglicht Bilder mit bisher unerreichtem Kontrast und Dynamikumfang. © MPI for Biophysical Chemistry

Die STED-Mikroskopie ist eine mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Technologie, mit der sich hoch aufgelöste Fluoreszenzbilder weit unterhalb der Beugungsgrenze erzeugen lassen. Forscher des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen haben Anfang des Jahres ihr innovatives Protected STED-Konzept vorgestellt, das nicht nur den Bildkontrast verbessert, sondern auch das Ausbleichen der Bilder in der STED-Mikroskopie um bis zu einer Größenordnung reduziert. Diese Erfindung, so die Erwartungen, wird insbesondere Anwendungen im Life Cell Imaging und in der Medizintechnik Auftrieb verleihen.


Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, die die Persönlichkeit der Erkrankten, ihr Verhalten, Denken und ihre Wahrnehmung der Welt stark beeinflusst. ©TeamDaf / Adobe stock

Lead Discovery Center und Boehringer Ingelheim kooperieren bei der Wirkstoffentwicklung

Das Lead Discovery Center (LDC), Max-Planck-Innovation und Boehringer Ingelheim haben einen Vertrag unterzeichnet, mit dem Boehringer Ingelheim die Option erhält, eine neue Wirksubstanz zur Behandlung von Schizophrenie exklusiv zu lizenzieren, die derzeit am LDC entwickelt wird. Der neue Ansatz basiert auf Forschungsergebnissen von Moritz Rossner und seinem Team am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen. Er wird eng mit dem Team des LDC zusammenarbeiten, um neue, therapeutisch wirksame Substanzen zu identifizieren, zu optimieren und bis zum Stadium einer validierten Leitstruktur zu entwickeln, die in in-vivo Modellsystemen wirksam ist.


© TechnologieAllianz

Max-Planck-Innovation verstärkt mit sechs weiteren Neumitgliedern den bundesweiten Verband für Wissens- und Technologietransfer aus deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das bundesweit größte Netzwerk zur Verwertung von Forschungsergebnissen aus der deutschen Wissenschaft bietet der Industrie so Zugang zu Deutschlands größtem Pool von schutzrechtlich gesicherten Spitzentechnologien.


© Venneos

Die Venneos GmbH mit Sitz in Stuttgart entwickelt ein neuartiges Imaging System für die Analyse biologischer Zellen. Für die Entwicklung zur Marktreife und die Vorbereitung des Markteintritts der ersten Produktgeneration investieren ein Konsortium aus Business Angels und Family Offices, der High-Tech Gründerfonds und die Max-Planck-Gesellschaft in das Unternehmen.


© Peter Seeberger (David Ausserhofer/MPIKG)

Zucker macht eine Impfung nicht nur süß. Manche Impfstoffe verdanken Kohlenhydraten, zu denen Zucker gehören, auch ihre Wirkung. Solche Impfstoffe auf Kohlenhydrat-Basis wird das Unternehmen Vaxxilon, das die Max-Planck-Gesellschaft gemeinsam mit der Schweizer Actelion Ltd gründet, erforschen, entwickeln und vermarkten. Die synthetischen Impfstoffe sollen in erster Linie gegen bakterielle Infektionen schützen. Für ihre Kommerzialisierung hat Vaxxilon die exklusiven Rechte für verschiedene präklinische Impfstoffkandidaten und Methoden von der Max-Planck-Innovation GmbH, dem Technologietransfer-Unternehmen der Max-Planck-Gesellschaft, erworben. Die wissenschaftliche Grundlage für das Geschäftsmodell von Vaxxilon legten Wissenschaftler um Peter Seeberger, Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam/Golm.

 


Labor im Lead Discovery Center (© LDC)

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC), eine Ausgründung von Max-Planck-Innovation GmbH, und Qurient Co., Ltd haben ein Lizenzabkommen unterzeichnet, mit dem Qurient die weltweiten, exklusiven Rechte an einer Serie hochselektiver CDK7-Inhibitoren aus dem LDC erhält. Zielindikationen sind Krebs, Entzündungen und virale Infekte. Die Partner werden eng zusammenarbeiten, um das Projekt vom aktuellen Stand einer fortgeschrittenen Leitstruktur bis in die klinische Entwicklung voran zu bringen. Spätestens mit Erreichen des klinischen Wirksamkeitsnachweises, werden sie gemeinsam einen geeigneten Partner für die nachfolgende Lizenzierung und Vermarktung auswählen.


© IT Inkubator

Ideen und Erfindungen, die aus Forschungsprojekten der Saarbrücker Informatik und der Max-Planck-Gesellschaft heraus entstehen, sollen künftig auf dem Universitätscampus weiter entwickelt und dann für die Anwendung vermarktet werden. Die Wissenschaftler können dafür entweder selbst Firmen gründen oder die Technologie so weit vorantreiben, dass etablierte Industrieunternehmen Lizenzen erwerben. Zu ihrer Unterstützung haben die Max-Planck-Gesellschaft und die Universität des Saarlandes gemeinsam die IT Inkubator GmbH gegründet. Sie soll die Strukturen schaffen, die Erfinder und Jungunternehmer benötigen, um neue Technologien zur Marktreife zu bringen.

Die offizielle Eröffnung des IT Inkubators findet am 4. März um 14:30 Uhr in der Aula der Universität statt (Geb. A 3.3). Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer wird gemeinsam mit Professor Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, und Universitätspräsident Professor Volker Linneweber die neue Einrichtung vorstellen. Vertreter der Medien sind herzlich willkommen.


Prof. Dr. Stefan W. Hell (© MPI für biophysikalische Chemie)

Stefan W. Hell vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen hat den diesjährigen Nobelpreis für Chemie erhalten. Er teilt sich den Preis mit Eric Betzig und William E. Moerner.


Die elektronenmikroskopische Aufnahme einer Maus-Retina (Augennetzhaut) zeigt, dass durch den Einsatz des KonTEM Phasenkontrastsystems (rechts) bisher unsichtbare Strukturen sichtbar gemacht werden können.

Die KonTEM GmbH, eine Ausgründung der Max-Planck-Gesellschaft und des Forschungszentrums caesar, wurde von FEI Company übernommen. Damit geht die von KonTEM entwickelte Phasenkontrast-Technologie im Produktportfolio eines weltweit agierenden Marktführers für Hochleistungsmikroskopie auf.


Bild: Mit der neuen Plattform können Forscher viele verschiedene Wirkstoffe parallel zueinander testen (© Axxam)

Für viele Biologen ist in den vergangenen zehn Jahren ein Traum wahr geworden: Mithilfe der Optogenetik können sie lichtempfindliche Proteine in unterschiedliche Zellen einbauen und durch Licht an- und abschalten. Das italienische Unternehmen Axxam hat nun dieses von Max-Planck Forschern entwickelte Prinzip erstmals in einer Screening-Plattform eingesetzt. Damit kann die Suche nach neuen Wirkstoffen für die Medizin beschleunigt und vereinfacht werden.


Wissenschaftler im Labor des LDC (© LDC)

Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und Daiichi Sankyo Co. Ltd. (Daiichi Sankyo), Japan, werden künftig zusammenarbeiten, um neue Wirkstoffe zur Behandlung von Krankheiten zu entwickeln, für die dringend wirksame Therapien benötigt werden. Die Partner werden sich auf Krankheitsfelder und Wirkmechanismen in den therapeutischen Bereichen Onkologie, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und Stoffwechselkrankheiten konzentrieren.


© Universität Saarland

Die saarländische Ministerpräsidentin und Wissenschaftsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Donnerstag (20.3.14) um 15.00 Uhr der Universität des Saarlandes (UdS) und der IT-Inkubator GmbH, getragen von den Gesellschaftern Max-Planck-Innovation GmbH und der Wissens- und Technologietransfer GmbH der UdS, den Zuwendungsbescheid für einen gemeinsamen Förderantrag für das Inkubator-Konzept und das Kompetenzzentrum Informatik in Höhe von rund 1,6 Mio. Euro überreicht.

 

 


© Bodylaps

Die New Yorker Firma Body Labs hat die weltweit führende Technologie für eine vollautomatisierte Herstellung von virtuellen dreidimensionalen Avataren entwickelt. Die Technologie ist das Ergebnis von fast zehn Jahren intensiver Forschung der Brown University und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Tübingen. Damit lassen sich auf einfache Weise hochpräzise und realistische Avatare herstellen, die das gesamte Spektrum menschlicher Bewegungsabläufe imitieren können. Interessant sind diese neuen Möglichkeiten beispielsweise für Bereiche wie Kleidungs- und Produktdesign, 3D-Druck von Spezialausrüstung und Kleidung, Spiele, Filmanimation oder den Online-Kleidungsverkauf.


Bild: Erhielten Parkinson-Mäuse den Wirkstoff anle138b, bildeten sich deutlich weniger Synuclein-Ablagerungen (braun gefärbt) als bei Placebo-behandelten Kontrolltieren. (Bild: Giese, LMU München)

Neurodegenerative Erkrankungen sind Erkrankungen des Nervensystems, die oftmals langsam voranschreiten und durch den Verlust geistiger und körperlicher Fähigkeiten gekennzeichnet sind. Die Ablagerung krankheitsrelevanter Proteinansammlungen im Gehirn spielt bei der Entstehung vieler neurodegenerativer Krankheiten eine wichtige Rolle. Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Max-Planck-Instituts (MPI) für biophysikalische Chemie in Göttingen ist es gelungen einen Wirkstoffkandidaten zu entwickeln, der die Entstehung dieser Ablagerungen signifikant reduzieren kann. Der Wirkstoff anle138b soll nun in der gemeinsamen Ausgründung MODAG GmbH zur Marktreife weiterentwickelt werden und in Zukunft Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und Creutzfeldt-Jakob stoppen. Hierzu konnte MODAG unter Beteiligung der Bayerischen Patentallianz GmbH für die beiden Forschungseinrichtungen LMU und Max-Planck-Gesellschaft (MPG) erfolgreich eine erste Finanzierungsrunde in Höhe von bis zu 8 Mio. EUR abschließen.

 


DNA-Microarrays finden Anwendung in der Genomanalyse, der Diagnostik und bei Untersuchungen in der differenziellen Genexpression. © MPI für Psychiatrie

Der neue Test soll Ärzten dabei helfen, das Suizidrisiko bei Patienten zu senken, die mit Antidepressiva behandelt werden und bestimmte genetische Marker aufweisen. Die wissenschaftlichen Grundlagen für den Test hatten Forscher am Max-Planck-Institut für Psychiatrie gelegt.

 


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Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) teilt mit, dass ein innovatives Kinase-Inhibitor-Programm, welches 2011 an die Bayer Pharma AG (Bayer) lizenziert wurde, den Eintritt in klinische Studien erreicht hat. Bis 2012 hatte Bayer eine Leitstruktur aus dem Programm bis in die präklinische Prüfung voran gebracht, und in diesem Herbst wurde der erste Patient in eine Phase-I-Studie aufgenommen. Im Rahmen dieser Studie wird die Sicherheit, Verträglichkeit und das pharmakokinetische Profil des Wirkstoffes bei Patienten mit fortgeschrittenem Krebs untersucht.

 


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Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) hat heute eine strategische Partnerschaft mit Merck Serono, Darmstadt, die biopharmazeutische Sparte von Merck, bekannt gegeben. Die Vereinbarung mit dieser renommierten Organisation zur translationalen Forschung läuft über einen Zeitraum von fünf Jahren. Diese Kooperation bringt die Erfahrung und Ressourcen beider Organisationen zusammen, um die Entdeckung aussichtsreicher Leitstrukturen zu beschleunigen und die Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten in Gebieten mit dringendem medizinischem Bedarf zu verbessern.


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Dolby Laboratories erwirbt Nutzungsrechte an Patentportfolio über ein innovatives Bildverarbeitungsverfahren des Max-Planck-Instituts für Informatk – Die neue HDRI-Technologie (High-Dynamic-Range-Imaging) erzeugt Bilder mit realistischerer Lichtintensität und Farbgebung und reduziert gleichzeitig die Datenmenge. Die Technologie basiert auf einem neuartigen Verfahren, mit dem man eine höhere Bildqualität auf HDR-fähigen Bildschirmen erreicht und das zugleich kompatibel für herkömmliche LDR-Bildschirme (Low-Dynamic-Range) ist. Jetzt will Dolby eine Anwendung dieser Technologie für Bildschirme der nächsten Generation entwickeln.

 


Bakterien des abgeschwächten Tuberkulose-Impfstammes (BCG) im Inneren eines Makrophagen, einer Fresszelle des Immunsystems. Quelle: MPI für Infektionsbiologie - CF Microscopy / Volker Brinkmann

Hoffnung auf eine neue und bessere Tuberkulose-Impfung: Ein viel versprechender Impfstoff aus Deutschland wird jetzt von dem global agierenden Unternehmen „Serum Institute of India“ zur Anwendungsreife weiterentwickelt. Der Impfstoff hatte sich bei Studien als wirksamer und verträglicher erwiesen als das derzeit gängige Präparat. In einem jetzt unterzeichneten Vertrag mit der Vakzine Projekt Management GmbH (VPM) in Hannover sichert sich Serum, einer der bedeutendsten Impfstoffhersteller der Welt, die Lizenz zur Nutzung der dazugehörigen Patente und Technologien.


© Max-Planck-Gesellschaft

Die STED-Mikroskopie erzeugt hochauflösende Bilder weit unterhalb der Beugungsgrenze des sichtbaren Lichts. Die Technik dazu ist jedoch noch vergleichsweise komplex, was ihre Verbreitung und Nutzung behindert. Eine vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und dem Deutschen Krebsforschungszentrum entwickelte und nun von der Ausgründungsfirma Abberior GmbH lizenzierte Technologie namens EASYDOnut vereinfacht das optische System erheblich: EASYDOnut lenkt die Laserstrahlen des STED-Mikroskops über ein einziges optisches Element gezielt auf die zu untersuchende Probe. Die Innovation kann die Verbreitung der STED-Mikroskopie fördern – mit Gewinn auch für die medizinische Forschung: Mit STED-Mikroskopen lassen sich wichtige Informationen auch an lebenden menschlichen Zellen gewinnen.

 


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Das Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB), die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und Qurient Co., Ltd haben eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet, mit der Qurient weltweite, exklusive Rechte an einem neuen Kinase-Inhibitor zur Behandlung von metastasierendem Krebs erhält.


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Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und der forschende Arzneimittelhersteller AstraZeneca werden zukünftig kooperieren, um neue Therapieoptionen für Krankheiten mit hohem medizinischem Bedarf zu erforschen. Im Rahmen der zweijährigen Zusammenarbeit wird AstraZeneca dem LDC rund 250.000 Substanzen aus AstraZenecas Molekülbibliothek zum Screening für Projekte in den Forschungsbereichen Onkologie, Neurowissenschaft, Atemwegs-, Entzündungs-, Herz-Kreislauf-, Magen-Darm- und Infektionskrankheiten zur Verfügung stellen.

 


® LDC

Sechs der führenden translationalen Zentren im Bereich Wirkstoffforschung geben bekannt, dass sie sich zu einer neuen "Global Alliance of Leading Drug Discovery and Development Centres" zusammengeschlossen haben.

 


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Die Hennigsdorfer Drug Response Dx GmbH (DRDx GmbH) schließt gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds und QIAGEN erfolgreich ihre erste Finanzierungsrunde ab. Das Investment dient der Entwicklung eines Biomarker-Testkits zur Steuerung von Behandlungen der rheumatoiden Arthritis mit sogenannten TNF-Alpha Inhibitoren. Die Gesellschaft verfügt über eine einzigartige Patentplattform, die von der ebenfalls beteiligten Max-Planck-Gesellschaft (MPG) exklusiv einlizenziert wurde.

 


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Neue Erkenntnisse aus der Photonik-Forschung werden künftig leichter in die Anwendung finden. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, David McAllister, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, und Johanna Wanka, niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, haben in Hannover den Photonics Inkubator (PI) vorgestellt. Diese neue Tochterfirma der Max-Planck-Innovation GmbH, der Transfergesellschaft der Max-Planck-Gesellschaft, wird Projekte etwa aus der Lasertechnologie und der Mikroskopie technologisch so weit entwickeln und organisatorisch begleiten, dass sie von Ausgründungsunternehmen vermarktet werden können. Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Life Science Inkubator GmbH und die Max-Planck-Innovation GmbH (MI) werden den Photonics Inkubator 2013 gemeinsam am Laser-Laboratorium Göttingen etablieren.

 


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Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen und der Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung


® Max-Planck-Innovation

Am 26. und 27. November finden in München erstmals die „Innovation Days“ statt, die in diesem Jahr federführend von der Helmholtz-Gemeinschaft organisiert werden. Gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Fraunhofer-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft soll ein Schaufenster der besten anwendungsnahen Technologien und Spin-off-Projekte der außeruniversitären Forschung Deutschlands etabliert werden. Max-Planck-Innovation stellt dabei als Technologietransfer-Organisation der MPG einige Erfolg versprechende Technologien u.a. aus dem Bereich der Lebenswissenschaften vor.

 


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Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) teilt mit, dass ein innovatives Kinase-Inhibitor-Programm, welches im vergangenen Jahr an die Bayer Schering Pharma AG (Bayer) auslizenziert wurde, einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Bayer hat den Kinase-Inhibitor erfolgreich bis in die präklinische Entwicklung vorangebracht mit dem Ziel, ihn letztlich in die klinische Entwicklung im Bereich Onkologie zu überführen.
Kinasen spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulation zellulärer Prozesse wie Wachstum, Stoffwechsel und Differenzierung. In der Onkologie haben sie deshalb eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung neuer Medikamente gewonnen.


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Max-Planck-Innovation, die Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft, hat gemeinsam mit der Patentverwertungsagentur der saarländischen Hochschulen eine neue Methode zur Verarbeitung digitaler Stereobildinhalte an das kanadische Unternehmen TandemLaunch Technologies lizenziert. TandemLaunch entwickelt Multimediaerfindungen zu marktreifen Technologien weiter. Die neue „Backward-compatible Stereo 3D“-Technik ermöglicht es, Filme sowohl mit entsprechender Brille in 3D als auch ohne Brille in 2D anzuschauen.


Prof. Dr. Hans Schöler (© MPI Münster / J. Müller-Keuker)

Prof. Dr. Hans Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Biomedizin in Münster, begrüßt das klare Bekenntnis der neuen nordrhein-westfälischen Koalition aus SPD und Grünen zum Forschungszentrum CARE in Münster: "Wir freuen uns über die eindeutige Vereinbarung, dass dieses wichtige Institut jetzt aufgebaut werden kann." Damit bekomme Nordrhein-Westfalen die Chance, seinen Platz in der Weltspitze der Stammzellforschung für medizinische Anwendungen nachhaltig zu stärken, so Schöler weiter. CARE – die Abkürzung steht für "Center for Advanced Regenerative Engineering" – ist ein so genanntes translationales Forschungszentrum. In ihm sollen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung gemeinsam mit der Wirtschaft so weiter entwickelt werden, dass sie Patienten einen echten Nutzen in Form neuen Therapie- und Diagnoseverfahren bringen. CARE wurde vom MPI in Münster und Max-Planck-Innovation, der Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), initiiert.

 


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Life Science Inkubator fördert neue Forschergruppe --- Wissenschaftler des Bonner Life Science Inkubators (LSI), der von der Technologietransfer-Organisation Max-Planck-Innovation mit dem Ziel etabliert wurde, Ausgründungen im Bereich der Lebenswissenschaften zu erleichtern, wollen neue Wege der Schmerztherapie beschreiten. Ziel ist die Unterdrückung von Schmerzen mittels schwacher elektrischer und mechanischer Reize. Die Stimulation soll über spezielle Verbände geschehen, in die Hightech-Chips integriert sind. Vorstudien deuten darauf hin, dass dieses Verfahren insbesondere zur Linderung von chronischen Schmerzen geeignet ist.


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Gemeinsame Pressemitteilung des High-Tech Gründerfonds, der Max-Planck-Innovation GmbH, dem Forschungszentrum caesar und der KonTEM GmbH --- Die KonTEM GmbH, eine Ausgründung der Max-Planck-Gesellschaft und des Forschungszentrums caesar, hat ein innovatives Phasenkontrastsystem für Transmissions-Elektronenmikroskope (TEM) entwickelt. Dieses ermöglicht einen verbesserten Kontrast bei gleichzeitig hoher Objektauflösung und eröffnet so neue Möglichkeiten bei der Untersuchung biologischer Proben. Durch die Investition sichert der High-Tech Gründerfonds (HTGF) nun den operativen Aufbau des jungen Unternehmens und unterstreicht das hohe Potenzial der innovativen Technologie.

 


© MPI für biophysikalische Chemie

Für gestochen scharfe Bilder aus dem Nanokosmos sind nicht nur High-Tech-Mikroskope erforderlich. Erst mit speziellen Fluoreszenzfarbstoffen können Wissenschaftler die winzigen Details überhaupt sichtbar machen. Über die Entwicklung solcher Farbstoffe hat nun Max-Planck-Innovation mit der Abberior GmbH, einer Ausgründung des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, einen Lizenzvertrag geschlossen.

 


Der Life Science Inkubator am caesar in Bonn (© MPG)

Wissenschaftler des Bonner Life Science Inkubators (LSI) haben eine „Medikamenten-Fähre“ entwickelt, die Wirkstoffe von der Blutbahn gezielt ins Gehirn befördert. Tierstudien belegen, dass dieses Transportsystem die natürliche „Blut-Hirn-Schranke“ überwindet, die das Gehirn üblicherweise vor einer medikamentösen Behandlung abschottet. Das Verfahren eröffnet neue Perspektiven für die Therapie von Gehirnerkrankungen des Menschen wie Hirnturmore oder Multiple Sklerose. Es beruht auf mikroskopisch kleinen, synthetisch hergestellten Proteinkapseln, die aufgrund ihrer molekularen Beschaffenheit darauf programmiert sind, Wirkstoffe in Gehirnzellen abzugeben. Wie geplant, wird nach Abschluss der „Inkubation“ ein Start-up-Unternehmen die Technologie nun weiterentwickeln. Dieses Pionier-Projekt ist der sichtbare Beweis für die erfolgreiche Umsetzung des bundesweit einmaligen LSI-Konzeptes. Der LSI, der 2007 von Max-Planck-Innovation, der Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft, mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, Ausgründungen im Bereich der Lebenswissenschaften zu erleichtern, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Land NRW gefördert.

 


® Max-Planck-Innovation

Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt, die sich mit Lösungen für den fortschreitenden Klimawandel beschäftigen und nachhaltige Strategien für den Schutz der Natur entwickeln, sind heute zu Gast bei der Max-Planck-Gesellschaft und der für den Technologietransfer der Institute zuständigen Max-Planck-Innovation. Die Preisträger des “Green Talents”-Wettbewerbs des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten dabei die Gelegenheit, sich vor Ort über laufende Forschungsaktivitäten zu informieren und Kooperationsmöglichkeiten zu diskutieren.


STED-Aufnahme mit extrem hoher Detailschärfe (© MPI für biophysikalische Chemie)

Wetzlar/München/Heidelberg, Deutschland. Leica Microsystems hat mit der Max-Planck-Gesellschaft und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) eine Vereinbarung über die Entwicklung der nächsten Gerätegeneration der höchstauflösenden STED (Stimulated Emission Depletion) Mikroskopie geschlossen. Danach erhält Leica Microsystems die Lizenz, die neue Technologie, genannt gated STED, zu einem marktreifen Produkt zu entwickeln und dieses zu vermarkten.


© romaset - Fotolia

Max-Planck-Innovation, die Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft, und Fovea Pharmaceuticals, ein Tochterunternehmen des Pharmaunternehmens Sanofi, haben eine Lizenzvereinbarung für die Anwendung von Channelrhodopsinen unterschrieben, die im Erfolgsfall nahezu oder völlig blinden Patienten ihre Sehkraft wiederverleihen soll. Die Pigmentproteine wurden in den Jahren 2002/2003 von Ernst Bamberg und Georg Nagel vom Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt und Peter Hegemann von der Universität Regensburg entdeckt und charakterisiert. Wissenschaftler können mit den lichtgesteuerten Ionenkanälen Nervenzellen mit Licht an- und abschalten. Nun sollen die Kanäle so weiter entwickelt werden, dass sich damit Nervenzellen der Netzhaut im menschlichen Auge in Lichtsinneszellen verwandeln lassen, mit denen Patienten, deren Sinneszellen zerstört sind, wieder optische Reize wahrnehmen können.


Kristallstruktur von FKBP51 (grau) mit dem gebundenen Liganden FK506 (grün), der als chemischer Ausgangspunkt für das strukturbasierte Wirkstoffdesign dient (© Bracher et al., Acta Crystallogr. D (2011), 67(6), 549-59)

Basierend auf Forschungsergebnissen des Max-Planck-Instituts (MPI) für Psychiatrie sollen Medikamenten-Wirkstoffe entwickelt werden, die das körpereigene Protein FKBP51 in seiner Funktion beeinflussen. Über diesen Wirkmechanismus wollen die Forscher die bei Depressionspatienten häufig beobachtete Überaktivität von Stresshormonen normalisieren. Die Verleihung des m4 Awards am 18. Juli in München, der mit einer Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von 500.000 Euro verbunden ist, ermöglicht nun die Arbeit an einer neuen Wirkstoffklasse für Antidepressiva, die zur personalisierten Therapie bei all jenen Patienten eingesetzt werden könnten, die unter dieser Stresshormonstörung bei Depression leiden.


Plasma-Gerät zur Behandlung chronisch infizierter Wunden (© MPI für extraterrestrische Physik)

Am 10. Mai 2011 hat ein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und dem Klinikum Schwabing den Forschungspreis 2010 der Stiftung „Fondation URGO“ für seine Plasma-Technologie erhalten. Mit Hilfe der Erfindung ist es möglich, Bakterien auf chronisch infizierten Wunden abzutöten und so die Wundheilung zu unterstützen.

 


Das LARBED-Muster bietet dreidimensionale Informationen, aus denen Wissenschaftler noch besser Hinweise über die Struktur kristalliner Materialien ableiten können (© Christoph Koch)

Eine neue von Max-Planck-Innovation lizenzierte Software mit dem Namen QED (Quantitative Electron Diffraction) wurde jetzt von dem japanischen Unternehmen HREM Research Inc., das Produkte und Dienstleistungen für die hochauflösende Elektronenmikroskopie entwickelt, auf den Markt gebracht. Mit Hilfe von QED können Transmissionselektronenmikroskope neuartige Formen von Daten erfassen, die neue Möglichkeiten in der Elektronenkristallographie eröffnen.

 


Im LDC Labor (© LDC)

18. April 2011, Dortmund --- Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) in Dortmund, eine Ausgründung der Max-Planck-Innovation GmbH (MI) in München mit Expertise in der pharmazeutischen Wirkstoffforschung im Bereich niedermolekularer Substanzen, hat ihre erste Leitstruktur erfolgreich an einen Pharmapartner auslizenziert. Der Lizenznehmer, die Bayer Schering Pharma AG (Bayer HealthCare Pharmaceuticals), erhält eine weltweite, exklusive Lizenz an den generierten Schutzrechten und dem Know-How. Bayer HealthCare Pharmaceuticals wird die Leitstruktur im Bereich der Onkologie mit dem Ziel weiter entwickeln, ein Produkt in die klinische Entwicklung und zur Marktreife zu bringen.

 


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Die Evotec AG, ein führendes Unternehmen in der Wirkstoffforschung und –entwicklung, erwirbt sämtliche Anteile an der Kinaxo Biotechnologies GmbH, einem Münchner Biotechnologieunternehmen, das Pharmafirmen bei der Entwicklung von zielgerichteten Medikamenten unterstützt.

Mit der Übernahme der MPG-Ausgründungen Kinaxo und zuvor der Develogen AG werden nun gleich mehrere hervorragende Technologien aus verschiedenen Max-Planck-Instituten unter dem Dach der Evotec AG, die seinerzeit ebenfalls aus einem Max-Planck-Institut hervorgegangen war, kraftvoll zusammen- und fortgeführt.


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Die Lead Discovery Center GmbH (LDC), eine Ausgründung der Max-Planck-Innovation GmbH mit Expertise in der pharmazeutischen Wirkstoffforschung im Bereich niedermolekulare Substanzen, hat ein Kooperationsabkommen mit der Merck KGaA unterzeichnet, um neue Kinase-Inhibitoren zur Behandlung von Krebs zu entwickeln.


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Die Max-Planck-Innovation GmbH, die Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft, vergibt eine exklusive Lizenz für die Analyse-Software TagFinder an die Metabolomic Discoveries GmbH, einen Dienstleistungsanbieter der biochemischen Forschung. Die neue Technologie ist Teil eines innovativen Test-Verfahrens mit dem nahezu alle chemischen Stoffe innerhalb einer biologischen Probe gemessen und interpretiert werden können. Auf diese Weise können Prozesse in der industriellen Biotechnologie oder die Qualität von Lebensmitteln gezielt verbessert werden.


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Das Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsried und das Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline (GSK) schließen eine Forschungsvereinbarung über die Entwicklung neuartiger Medikamente zur Behandlung von Diabetes Typ II. Der auf Risikoteilung basierende Kooperations- und Optionsvertrag, der mit Unterstützung der Technologietransfer-Organisation Max-Planck-Innovation verhandelt wurde, hat einen Wert von mehreren Millionen Euro und ist auf 3 Jahre angelegt.

 


© LDC

- Neues Zuhause für innovative Wirkstoffforschung Made in Dortmund - Mit einem offiziellen Spatenstich haben die TZ-Invest GmbH und die Lead Discovery Center GmbH (LDC) den symbolischen Bauauftakt für das neue Erweiterungsgebäude des BioMedizinZentrumDortmund (BMZ) begangen. Ende 2011 wird der Erweiterungsbau an das bereits 14.000 qm umfassende BMZ zusätzliche rund 2.000 qm Labor- und Bürofläche für 120 Arbeitsplätze bieten.

 

 


© ibidi GmbH

Max-Planck-Innovation und ibidi schließen Lizenzvertrag zur Untersuchung des Zellskeletts Die Max-Planck-Innovation GmbH, die Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft, vergibt eine exklusive Lizenz für LifeAct an die ibidi GmbH aus Martinsried bei München, einen Anbieter von Zellanalytik-Produkten. Das neuartige Peptid ermöglicht es, das wichtige Protein Aktin in lebenden Zellen sichtbar zu machen, ohne die Aktin-abhängigen Prozesse zu stören. Zellen sowie die Entstehung verschiedener Krankheiten können so besser untersucht werden.

 


Das Probenahmesystem bioPROBE (© bbi-biotech)

Die Max-Planck-Innovation GmbH, die Technologietransfer-Organisation der Max-Planck-Gesellschaft, schließt mit der bbi-biotech GmbH, einem innovativen Biotechnologie-Unternehmen, zwei exklusive Lizenzverträge zur Entnahme von flüssigen Proben. Die am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg entwickelte Technologie ermöglicht eine sterile und sparsame Probenahme für die Bioprozessanalytik.