GO-Bio initial: Stärkung des Transfererfolgs in den Lebenswissenschaften

Mit der Fördermaßnahme GO-Bio initial unterstützt das BMBF die Identifizierung und Entwicklung früher lebenswissenschaftlicher Forschungsansätze mit erkennbarem Innovationspotential. Im Rahmen einer 2-stufigen, aufeinander aufbauenden Projektbearbeitung, soll ein Reifegrad der Forschungsresultate erzielt werden, der eine Weiterführung in anderen etablierten Förderprogrammen der Validierungs-, Gründungs- und Firmenkooperations-förderung, wie z.B. VIP+, EXIST-Forschungstransfer, KMU-innovativ oder GO-Bio, oder eine direkte Kommerzialisierung ermöglicht. Übergeordnetes Ziel ist somit der lückenlose Transfer vielversprechender Ideen in die Anwendung.

Die meisten FuE-Fördermaßnahmen setzen bereits zum Projektstart umfangreiche Vorarbeiten und einen hohen Konkretisierungsgrad voraus, der in frühen Phasen des Innovationsgeschehens typischerweise noch nicht gegeben ist. Am Anfang steht oft nur eine schemenhafte Vorstellung vom zu erreichenden Produkt oder der angestrebten Dienstleistung.

Startpunkt der GO-Bio-initial-Förderung sind daher sehr rohe, skizzenhafte Verwertungsideen, für die noch keine patentierte Technologie zur Realisierung vorhanden sein muss. Ebenso muss der Verwertungsweg, z.B. Lizenzierung an ein bestehendes Unternehmen oder eigene Ausgründung, zum Beginn der Förderung nicht final festgelegt sein, da dieser in einem frühen Innovationsstadium häufig noch nicht belastbar vorhersehbar ist.

Gefördert werde vorzugsweise Ideen aus den Bereichen „Therapeutika“, „Diagnostika“, „Plattformtechnologien“ und „Forschungswerkzeuge“. Das Förderprogramm unterstützt die Projektteams von der konzeptionellen Ausgestaltung über die Überprüfung der Machbarkeit bis hin zur Abwägung möglicher Verwertungsoptionen.

Die Fördermaßnahme richtet sich explizit an Doktoranden und Post-Doktoranden, sowie an interessierte Gruppenleiter, die einen Einblick in Forschung und Entwicklung außerhalb des klassischen Wissenschaftssystems erhalten wollen.

Projektskizzen für die 1 Phase (Sondierungsphase) können nur einmal jährlich, jeweils zum 15. Februar, eingereicht werden.

Die GO-Bio-initial-Förderung erfolgt in zwei aufeinander aufbauenden Phasen.

  1. In der Sondierungsphase sollen aufbauend auf ersten wissenschaftlichen Erkenntnissen eine potentielle Verwertungsidee ausgearbeitet, eine Umsetzungsstrategie entwickelt und notwendige Partner identifiziert werden. In dieser primär konzeptionell ausgerichteten Phase werden ausschließlich Einzelprojekte an Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten gefördert. Für die Sondierungsphase können bis zu 100.000 Euro gewährt werden.

  2. In der sich anschließenden, vorwiegend experimentellen Machbarkeitsphase sollen dann die Entwicklungsarbeiten bis zum „Proof of Principle“ durchgeführt werden. Gefördert werden Einzel- und Verbundprojekte mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten. Unternehmen können als assoziierte Partner in die Machbarkeitsprojekte eingebunden werden. Für die Machbarkeitsphase können für für Einzelvorhaben bis zu 500.000 Euro bzw. bis zu 1.000 000 Euro für Verbundvorhaben oder bei Einbeziehung von Forschungspartnern im Unterauftrag gewährt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website GO-Bio initial

Unterstützung und Beratung durch Max-Planck-Innovation

Max-Planck-Innovation bietet eine intensive Unterstützung und Beratung zur GO-Bio initial Projektförderung an. MI möchte Wissenschaftlern mit einer potentiell relevanten Projektidee eine intensive inhaltliche und formale Unterstützung in der Findungs-, Antrags- und Fördererphase ermöglichen, mit dem Ziel, die Qualität der Anträge und damit die Wahrscheinlichkeit einer Projektförderung zu erhöhen. Angeboten werden Informationsveranstaltungen zur Darstellung der Förderinitiative, projektbezogene Diskussionen mit den Wissenschaftlern zur Gestaltung des Antrags, sowie Begleitung und Unterstützung in der Projektentwicklung während der Sondierungsphase.
Die Unterstützung kann von jedem Max-Planck Wissenschaftler individuell in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus können sich Institute durch formlose Einverständniserklärung eine exklusive Betreuung für alle institutseigenen Anträge sichern. So müssen alle GO-Bio initial Anträge des Instituts über MI eingereicht werden. MI ist bemüht, alle Anfragen bestmöglich zu unterstützen; bei Engpässen werden Anfragen aus Instituten, die einer exklusiven Betreuung zugestimmt haben, jedoch vorrangig bearbeitet.

Unsere Projektmanagerin für GO-Bio initial, Frau Leonie Mönkemeyer, steht für Fragen und weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Kontaktperson

Projekt Managerin GO-Bio initial

Dr. Leonie Mönkemeyer

Diplom-Biochemikerin

Telefon: 089 / 29 09 19-38
E-Mail:
moenkemeyer@max-planck-innovation.de