Technologietransfer

Neuerungen beim Life Science Inkubator

VLP Projektgruppe

Bild: VLP Projektgruppe vor dem caesar in Bonn (Quelle: LSI)

Das in Deutschland einzigartige Inkubationskonzept des Life Science Inkubators (LSI) mit Sitz am Forschungszentrum caesar in Bonn nimmt Spin-off-Projekte aus den Bereichen Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik in seinen Räumlichkeiten auf, um diese in ein finanzierungsfähiges Stadium zu bringen. Von der durch die Max-Planck-Innovation ins Leben gerufenen Organisation gibt es zurzeit viel Neues zu berichten. Neben dem Einstieg von zwei namhaften Forschungszentren als Gesellschafter hat LSI nun den Status einer Forschungseinrichtung. Darüber hinaus wird in Kürze ein weiteres Erfolg versprechendes Projekt inkubiert und das Pionier-Projekt „VLP“ geht nun in die Transferphase über. Eine neu ins Leben gerufene Zusammenarbeit mit dem HTGF soll neue Projekte bringen.

Neue Mitglieder
Mit der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. (FhG) sowie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren engagieren sich zwei neue Mitglieder im LSI. Beide Forschungseinrichtungen traten als Gesellschafter in den LSI Pre-Seed-Fonds ein und unterstützen LSI bei dem nachhaltigen und erfolgreichen Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in wirtschaftliche Erfolge.

LSI ist nun Forschungseinrichtung
Darüber hinaus hat die Anerkennung der LSI KG als Forschungseinrichtung das Konzept des Life Science Inkubators weiter optimiert. Der LSI besteht nun aus drei Gesellschaften, die bei Evaluierung, Inkubation und Transfer eng zusammen arbeiten. Nachdem die Projekte in die LSI-Forschungseinrichtung aufgenommen sind, werden die Teams während der Projektlaufzeit intensiv von der Managementgesellschaft betreut. Sie ist für die erfolgreiche Inkubation und die Vorbereitung des Transfers zuständig. Am Ende der Projektlaufzeit steht dann die LSI Pre-Seed-Fonds GmbH den Teams zur Seite. Sie fungiert zukünftig nicht nur als Finanzierungs- sondern auch als Technologie-Transfer-Gesellschaft. Dies bedeutet für LSI, dass der Inkubator jetzt auch innovative Ideen fördern kann, die in ihrer Entwicklung bereits das Stadium der Grundlagenforschung verlassen haben.

Neues Projekt
Auf seiner Sitzung Anfang Februar hat das Investmentgremium der LSI die Gruppe Mesentech als "dritte im Bunde" zur Inkubation empfohlen. Die Therapie von Augenerkrankungen ist das Anliegen der neuen Projektgruppe bei LSI. Das junge Team beschäftigt sich intensiv mit Netzhauterkrankungen, insbesondere der Makuladegeneration. Unter diesem Begriff wird eine Gruppe von Erkrankungen des menschlichen Auges zusammengefasst, die den Punkt des schärfsten Sehens - auch "Gelber Fleck" genannt - betreffen und mit einem z.T. massiven Verlust des Sehvermögens einhergehen. Vorbehaltlich der Klärung einer offenen Patentfrage könnte die Gruppe in Kürze bei LSI einziehen. Infolgedessen steht derzeit die Konkretisierung der Projekt- und Meilensteinplanung auf der Tagesordnung.

Derzeit befinden sich die nächsten 13 Life-Science-Projekte in der Pipeline, davon sind sechs Projekte biotechnologisch, fünf medizintechnisch orientiert und weitere zwei eher dem pharmazeutisch-diagnostischen Bereich zuzuordnen.

Transferphase für LSI-Gruppe beginnt
Für die VLP-Gruppe, Pioniere des Life Science Inkubators, beginnt nun die "heiße" Phase des Transfers. Zahlreiche wichtige Meilensteine wurden in den vergangenen Monaten gemeistert und die von der Gruppe entwickelten Protein-Nanopartikel sind nun in der Lage, unterschiedlichste Wirkstoffe zielgerichtet an einen Wirkort zu transportieren.

LSI und HTGF vereinbaren Zusammenarbeit
Die gleiche Adresse, die gleiche Etage zwei unterschiedliche Ansätze, und dennoch: bei genauer Betrachtung greifen die Konzepte von HTGF (Hig-Tech Gründerfonds) und LSI nahtlos ineinander. Aus diesem Grund haben HTGF und LSI nun einen Kooperationsvertrag geschlossen, damit auch bei den unterschiedlichsten Reifegraden keine Idee „verloren“ geht. Projekte aus Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik, die für den HTGF noch nicht „reif“ genug, können im LSI-Inkubator ihren Platz finden und vice versa. Dies immer unter der Prämisse, dass die Projektleiter mit der Weitergabe einverstanden sind und die Passung gegeben ist.

Weitere Informationen zum Life Science Inkubator erhalten Sie unter www.life-science-inkubator.de.

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